Skandale unterm Schnee begraben

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Auch wenn der Schnee weiten Teilen der Bevölkerung schon gravierend auf die Nerven geht und die Aufregung darüber groß ist: Es gibt doch manche, die von diesem Winter profitieren. Da sind etwa Schneefräsenhändler, die sich des Kundenandrangs kaum erwehren können. Dann gibt es diejenigen, die sich freuen, dass manch Aufreger im Schneetreiben untergeht - etwa die jetzt aufgedeckte Praxis der Post, Daten zur "Parteiaffinität" ihrer Kunden zu sammeln und weiterzuverkaufen. Freuen darf sich auch die Bundesregierung, lenkt der Schnee doch ab von den Absurditäten der Tagespolitik. So darf dank der freiheitlichen Klientelpolitik in den Gasthäusern zwar weiter gequalmt werden. Zugleich müssen die 16-Jährigen, die bisher rauchen durften, jetzt wieder aufhören - bis sie 18 sind -, während Kellnerlehrlinge in Raucherlokalen weiterhin mitrauchen müssen. Immerhin verschont uns die Politik hier noch mit Weisheiten, wie sie die Amerikaner von ihrem Donald Trump kennen, der den Winter einst mit den Worten kommentierte: "Es friert und schneit in New York. Wir brauchen globale Erwärmung!"

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