Dabbur-Deal: 10 Millionen Euro Gewinn für Salzburg

Gerade noch befand sich Stürmer Munas Dabbur zur Vertragsunterzeichnung in Sevilla, heute streift er bei einem Testspiel der Salzburger wieder das Red-Bull-Trikot über.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Red-Bull-Stürmer Munas Dabbur posierte in Sevilla schon vor dem Wappen seines künftigen Vereins. SN/twitter
Red-Bull-Stürmer Munas Dabbur posierte in Sevilla schon vor dem Wappen seines künftigen Vereins.

Die Tinte ist trocken, am Donnerstag hat Munas Dabbur beim spanischen Topclub FC Sevilla einen Vertrag ab Sommer 2019 unterschrieben. Bevor der Angreifer aber für den Tabellendritten der Primera División auf Torjagd gehen wird, soll er Red Bull Salzburg noch zu möglichst vielen Siegen und Titeln schießen. Seine Treffer sind in der Bundesliga und im ÖFB-Cup, vor allem aber in der Europa League gefragt. Unmittelbar nach Abschluss der Gespräche in der andalusischen Hauptstadt kehrte Dabbur zurück nach Salzburg, vom Training war er ja nur zwei Tage freigestellt. Und außerdem steht heute, Freitag (17 Uhr, Trainingszentrum Taxham), das erste Testspiel der Bullen auf dem Programm. Gegner ist Regionalligist Anif, gegen den sich der Europa-League-Sechzehntelfinalist für die kommenden Aufgaben warm schießen möchte.

Inzwischen hat auch sein Noch-Arbeitgeber Red Bull Salzburg den Verlust seines Torjägers im kommenden Sommer-Transferfenster bestätigt. "Für uns war immer klar, dass ein Stürmer mit seinen Qualitäten irgendwann den nächsten Schritt in eine große Liga machen wird. Vor allem seine Leistungen und seine Torquote in den internationalen Spielen haben in den vergangenen Monaten das Interesse etlicher Clubs geweckt. Munas hat uns mitgeteilt, dass er unbedingt zum FC Sevilla wechseln will, wir haben nun für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden", sagte Sportdirektor Christoph Freund.

Kolportierte 15 Millionen Euro sollen dem FC Sevilla die Dienste von Dabbur wert sein. Die Bullen hatten einst fünf Millionen Euro an Grasshoppers Zürich überwiesen und Dabbur mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet. Ursprünglich wollte Sevilla den 26-jährigen Israeli bereits im Winter verpflichten, wie deren Trainer Pablo Machín am Donnerstag spanischen Medien verriet: "Eine frühere Verpflichtung wäre gut gewesen, aber es war unmöglich."

Dabbur selbst wurde in einer Aussendung von Red Bull Salzburg wiefolgt zitiert: "Ich liebe im Hier und Jetzt und verschwende keine Gedanken an etwas, das in rund einem halben Jahr sein wird. Denn auch wenn ich ab dem Sommer bei einem anderen Club spielen werde steht für mich fest, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt all meine Kraft und Energie für den Erfolg von Salzburg aufwenden werde. Meine Ziele mit diesem tollen Team haben sich für mich nicht einen Millimeter verändert, wir haben im Frühjahr noch sehr viel vor."

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