Der Teamchef dachte schon an den Meister

Im Schlager der Runde will Red Bull Salzburg am Sonntag die Tabellenführung übernehmen. Mit Sturm Graz gastiert der österreichische Fußball-Teamchef bei den Bullen.

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Bullenstall Alexander Bischof
Franco Foda konzentriert sich ab jetzt wieder auf seinen Club Sturm Graz. SN/GEPA pictures
Franco Foda konzentriert sich ab jetzt wieder auf seinen Club Sturm Graz.

Nach dem Sieg gegen Uruguay im letzten Länderspiel des Jahres 2017 entfiel die obligatorische Nachbetrachtung der Partie am Tag danach - wohl einzigartig in der heimischen Fußballgeschichte. Am Mittwoch hatte ÖFB-Teamchef Franco Foda nämlich schon Sturm Graz, wo der Deutsche ja noch als Trainer engagiert ist, und das Topspiel der Runde am Sonntag bei Meister Red Bull Salzburg im Kopf. "Im Moment habe ich so viele Namen im Gedächtnis. Jetzt bin ich einmal froh darüber, dass ich mich nur auf Sturm Graz konzentrieren kann", sagte Foda nach seinem Sieg beim Debüt als oberster österreichischer Fußball-Lehrer.

Die Stimmung in der Red-Bull-Arena wird am Sonntag mit Sicherheit besser sein als am Dienstag im Wiener Happel-Stadion, wo sich 11.700 Zuschauer in der fast 50.000 Besucher fassenden Arena verirrten. Davon geht auch Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund aus. "Das wird schon ein ganz besonderes Spiel", betonte Freund, der mit 15.000 Fans rechnen kann. Mit den Grazern hat Bullen-Trainer Marco Rose auch noch eine Rechnung offen. Sturm gelang es bisher als einzigem Team - national und international -, Rose als Salzburg-Cheftrainer zu schlagen. Mit einem Sieg könnten Andreas Ulmer, der unter Foda gegen Uruguay ein geglücktes Comeback im ÖFB-Team gefeiert hat, und Co. erstmals in der laufenden Saison die Tabellenspitze übernehmen.

Beim Versuch, Sturm zu stürzen, wird auch der Kapitän wieder mit dabei sein. Torhüter Alexander Walke, der zuletzt Cican Stankovic weichen musste, kehrt zurück. Ein Führungsspieler mehr im Team wird den Bullen auch guttun.

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