Die Torfabrik produziert keine Tore mehr

Nur 0:0 gegen Sturm Graz: Zum dritten Mal in den vergangenen vier Matches blieben die Salzburger ohne einen Treffer.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Munas Dabbur verschoss einen Elfmeter. SN/GEPA pictures
Munas Dabbur verschoss einen Elfmeter.

Red Bull Salzburg ist in der Bundesliga die unumstrittene Nummer eins. Mit 52 Punkten sind die Bullen Tabellenführer, dazu haben sie die wenigsten Gegentreffer kassiert (18) und die meisten Tore erzielt (49). Zuletzt ist der Torfabrik allerdings Sand ins Getriebe gekommen. Die Nullnummer am Sonntag gegen Sturm Graz war insofern enttäuschend, weil Salzburg 71 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 85 Prozent hatte und auch sonst alle Match-Statistiken dominierte. Doch auch aus 17 Flanken und acht Eckbällen konnte die Truppe von Trainer Marco Rose keinen Profit schlagen. Der unrühmliche Höhepunkt: Munas Dabburs viel zu lässig verschossener Elfmeter. Eine Szene, die irgendwie zur stockenden Torfabrik passte.

Das 0:0 gegen Sturm bedeutete den vierten Punktverlust in den jüngsten sieben Pflichtspielen (inklusive dreier Niederlagen gegen Brügge/1:2, Rapid/0:2 und Napoli/0:3). In der Tabelle schmolz der Vorsprung auf den aktuellen Seriensieger LASK auf neun Zähler, macht deren fünf nach der Punktehalbierung zum Start der Meistergruppe. Besonders pikant: Zum dritten Mal in den vergangenen vier Matches blieben die Salzburger ohne einen Treffer. "Das bereitet mir aber keine schlaflosen Nächte", erklärte Rose, "weil wir immer genug Chancen haben, ja sogar Elfer verschießen. Auch in Neapel haben wir 20 Mal aufs Tor geschossen. Vielleicht fehlt einfach die Überzeugung und auch das Glück."

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