Fußball & Eishockey: Bullenteams vom Thron gestoßen

Platz eins in den nationalen Meisterschaften ist für Red Bull Salzburg vorerst passé.

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Bullenstall Michael Unverdorben

Nahezu im Gleichschritt haben sowohl der FC Red Bull Salzburg als auch der EC Red Bull Salzburg die Vormachtstellung in der heimischen Meisterschaft verloren. Die Fußball-Bullen büßten Platz eins in der Bundesliga vor einer Woche durch ein 2:3 gegen den LASK ein und ließen mit einem 2:2 gegen Austria Wien sogleich weitere Punkte liegen. Die Eisbullen unterlagen den Vienna Capitals am Sonntag gar mit 1:6 und mussten an der Tabellenspitze der Erste Bank Eishockey Liga dem HC Bozen den Vortritt lassen. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil sowohl die Fußballer als auch die Eishockey-Cracks die nationalen Meisterschaften wochen-, nein, monatelang dominiert und kontrolliert hatten. Die Fußball-Bullen thronten 18 Runden oder seit 4. August 2019 auf Platz eins und müssen nun wohl als Tabellenzweiter in die Punkteteilung am 7. März gehen. Die Eisbullen lagen sage und schreibe 50 Runden oder seit 15. September an der EBEL-Spitze, ehe man just eine Woche vor der Wahl des Play-off-Gegners Federn lassen musste - und das erste Wahlrecht somit Bozen zufallen könnte.

Trost spendet ein Grundprinzip des Spitzensports: Wer heute unten ist, kann morgen schon wieder obenauf sein. So meinte etwa Max Wöber, Abwehrchef des FC Red Bull Salzburg: "Wir haben mit der Niederlage gegen den LASK einen Knacks erlebt, den manche in Salzburg so noch nicht erfahren haben. Jetzt müssen wir uns das Selbstverständnis wieder erarbeiten." Dies könne schon bald passieren. "Es reicht ein Spiel, zum Beispiel ein 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt …" Die Deutschen hielten ihre Europa-League-Generalprobe am Montagabend (nach Redaktionsschluss) im Ligaspiel gegen Union Berlin ab.

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