Rangnick kontert Kritik aus Salzburg

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Bullenstall Alexander Bischof
Rangnick kontert Kritik aus Salzburg SN/dpa
Leipzig-Sportdirektor Ralf Rangnick begrüßt Bernardo in Deutschland.

Es wird Zeit, dass endlich wieder Ruhe einkehrt bei Red Bull Salzburg. Und sich die Beziehungen zu RB Leipzig auf ein normales Maß einpendeln. Dass die Deutschen im Fußball-Imperium von Red Bull einen hohen Stellenwert genießen, das weiß mittlerweile ohnehin jeder Salzburger Fußballfan. Aber es ist auch nicht so, dass Red-Bull-Salzburg-Trainer Óscar García eine Mannschaft ohne Perspektive zur Verfügung steht.

Im Vorfeld des Schlagers in der deutschen Bundesliga zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund am Samstag äußerte sich Leipzig-Sportdirektor Ralf Rangnick noch einmal zu den kritischen Stimmen der Salzburg-Anhänger. Er hat mit Unverständnis reagiert. "Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, was da gerade passiert", sagte Rangnick am Mittwoch. Vor allem der offene Brief der Salzburg-Anhänger an Sponsor Dietrich Mateschitz fand keine Zustimmung. Der ehemalige Salzburg-Sportdirektor kann die Aufregung nicht verstehen. "Salzburg hat in den vergangenen Jahren zehn Titel gewonnen, sechs davon in Serie in drei Jahren. Wenn dann der Eindruck entsteht, dass gerade in Salzburg die Fußballwelt untergeht und dort nicht die Sporthauptstadt Österreichs ist, wo dann?" Zudem hätten die Salzburger in diesen drei erfolgreichsten Jahren der Vereinsgeschichte 80 Millionen Euro an Ablöse eingestrichen, davon 28 Millionen aus Leipzig. Kann richtig sein, aber welche Erklärungen und schöne Worte Rangnick auch immer findet, in Salzburg wird er damit niemanden mehr beruhigen können.

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