Salzburg geht auf Nummer sicher

Für das Heimspiel im Champions-League-Play-off gegen Dinamo Zagreb gibt es für Zuschauer besondere Bestimmungen.

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Bullenstall | Fußball Red Bull Salzburg Michael Unverdorben
Salzburg geht auf Nummer sicher SN/getty
Die Fans von Dinamo Zagreb sind fanatisch - und gefürchtet.

Im Champions-League-Play-off gegen Dinamo Zagreb braucht Red Bull Salzburg nicht nur eine Topleistung, sondern auch die Unterstützung der Fans. Die waren in den Heimspielen zuletzt nicht unbedingt in Scharen gekommen. 6217 Zuschauer sahen am Samstag den 2:0-Ligasieg gegen St. Pölten, 7853 waren beim Aufstieg in der dritten Qualifikationsrunde gegen Partizani Tirana mit dabei.

Für das Heimspiel am 24. August gegen Dinamo Zagreb (20.45 Uhr) sollte die Bullen-Arena wesentlich besser gefüllt sein, bis zu 20.000 Zuschauer werden erwartet. Besucher haben diesmal einige Besonderheiten zu beachten: Seit Samstag läuft der Ticketvorverkauf, online können allerdings nur bereits registrierte User eine Karte erwerben. Alle kroatischen, serbischen und bosnischen Staatsbürger, die außerhalb des Gästesektors sitzen wollen, benötigen eine Sondergenehmigung. Tickets für den Gästesektor gibt es ausschließlich über Dinamo Zagreb. Und generell gilt: Wer ins Stadion will, benötigt beim Eintritt einen gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Hintergrund für diese Sicherheitsmaßnahmen ist, dass Spiele von Dinamo in der Vergangenheit von Fanausschreitungen überschattet wurden. Vor allem die Ultra-Gruppierung "Bad Blue Boys" ist gefürchtet. Sie soll auch bei der EURO in Frankreich Drahtzieher hinter den Krawallen beim Gruppenspiel Kroatien gegen Tschechien gewesen sein. 2007 kam es bei einem Testspiel zwischen Rapid und Dinamo Zagreb in Kapfenberg zu Randalen. Die traurige Bilanz damals: 30 Verletzte und zahlreiche Festnahmen.

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