Trainerdebatte um Rose wird immer grotesker

Ralf Rangnick berichtete vom Abschied Marco Roses aus Salzburg. "Die Frage ist eigentlich nur noch, wohin er geht", sagte Rangnick. Rose entgegnete: "Ich weiß nicht, wo der Ralf das hernimmt."

Autorenbild
Bullenstall Michael Unverdorben
Leipzigs Ralf Rangnick weiß offenbar etwas, was Salzburgs Marco Rose noch nicht weiß... SN/gepa pictures
Leipzigs Ralf Rangnick weiß offenbar etwas, was Salzburgs Marco Rose noch nicht weiß...

Es ist nur ein einziger Satz, aber Marco Rose will ihn partout nicht sagen. "Ich bleibe Trainer von Red Bull Salzburg" könnte er lauten. Oder aber auch: "Ich werde Trainer von Borussia Mönchengladbach." Stattdessen sagte der 42-jährige Deutsche vor dem Bundesliga-Gipfeltreffen am Sonntag beim LASK: "Erst wenn Fakten geschaffen wurden, gibt es etwas zu berichten." Daran änderte auch die Aussage von Salzburgs Ex-Sportdirektor Ralf Rangnick nichts. Der hatte am Freitag in einer Pressekonferenz von RB Leipzig (!) in seinem Redeschwall den Abschied von Rose aus Salzburg verkündet. "Die Frage ist jetzt eigentlich nur noch, wohin er geht, nicht mehr, ob er geht. Das hat er ja, glaube ich, inzwischen auch verkündet, dass er Salzburg verlassen wird und möchte", erklärte Rangnick. Rose meinte dazu wenig später bei einem Medientermin von Red Bull Salzburg: "Ich weiß nicht, wo der Ralf das hernimmt. Es ist de facto nicht so."

Dass zwei Tage vor dem möglicherweise vorentscheidenden
Liga-Hit nicht das Spiel gegen den LASK Thema ist, dazu trug am Freitag darüber hinaus Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl bei. Der wiederum verkündete nämlich in der "Rheinischen Post", dass es eine "mündliche Einigung" mit einem Trainer gebe, "von dem ich sage, er kann in der Zukunft mit uns den nächsten Schritt machen". Einen Namen nannte Eberl in der immer grotesker werdenden Trainerdebatte - richtig geraten! - natürlich nicht.

Aufgerufen am 30.10.2020 um 06:49 auf https://www.sn.at/kolumne/bullenstall/trainerdebatte-um-rose-wird-immer-grotesker-68355175

Schlagzeilen