Überangebot an Spielern wird zur Belastungsprobe

Inklusive Kooperationsspieler stehen Red Bull Salzburg rund 30 Profis zur Verfügung.

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Bullenstall Michael Unverdorben
Der Kader von Red Bull Salzburg ist groß, sehr groß sogar. SN/GEPA pictures
Der Kader von Red Bull Salzburg ist groß, sehr groß sogar.

Red Bull Salzburg hat sich mit einem Sieg zum Frühjahrsstart in eine exzellente Ausgangsposition gehievt. Nach dem 2:0 gegen St. Pölten lachen die Bullen zum ersten Mal in diesem Spieljahr von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Doch nicht alle Salzburg-Profis konnten sich uneingeschränkt über den erfolgreichen Auftakt freuen. Die Millionen-Transfers Munas Dabbur, Marc Rzatkowski und Stefan Stangl mussten die Partie am Samstag von der Tribüne aus mitverfolgen. Und das nicht etwa, weil sie angeschlagen oder gar verletzt sind, sondern weil Trainer Óscar García sie schlicht nicht in den 18-Mann-Kader nominiert hat.

Nun gehörte Linksverteidiger Stangl von Anfang an nicht zu
den Lieblingsspielern von Óscar García, der um kolportierte sechs Millionen Euro verpflichtete Dabbur aber sehr wohl. Und Rzatkowski wurde vor seiner Verpflichtung vom Fußballmagazin "kicker" immerhin zum besten defensiven Mittelfeldspieler der zweiten deutschen Bundesliga geadelt.

Das größte Problem von Red Bull Salzburg ist derzeit kein sportliches, sondern ein Überangebot an Spielern. Zählt man die Kooperationsspieler mit, sind es rund 30 Profis, die in die Mannschaft bzw. den 18-Mann-Kader drängen - und das könnte zur Belastungsprobe werden. Denn nicht alle sind mit einem satten Gehalt bei Laune zu halten . . .

Einen Karrieresprung macht Gerhard Struber. Der ehemalige Co-Trainer der Kampfmannschaft, derzeit noch U16-Coach in der Nachwuchsakademie von Red Bull, wird ab Sommer neuer U19-Cheftrainer bei RB Leipzig. Die Bestellung von Struber geht mit einer größeren Personalrochade im Leipziger Trainerstab einher. Diese wird notwendig, weil der Club seine zweite Mannschaft (U23) aus dem Ligabetrieb zurückzieht. Die U19 werde dadurch aufgewertet, erklärte Sportchef Ralf Rangnick.

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