Für Emil sind es Jubeltage

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Corona und Wir Fritz Pessl

Angst, Panik, Verunsicherung, Hektik. Wer denkt an Tagen
wie diesen an Freude und Frohlocken? So manches Tier. Emil beispielsweise kann es noch gar nicht glauben, dass er tagelang sein Frauerl und Herrl exklusiv für sich hat. Wenn sie sonst in der Früh das Haus verlassen, der Goldendoodle traurig den Kopf senkt und wie ein begossener Pudel dasteht, so wedelt er jetzt freudestrahlend mit dem Schwanz. Die Botschaft ist klar: "Action, bitte!" Ganz ähnlich ist die Situation bei einer Freundin mit ihren Katern Max und Moritz. Die beiden veranstalten ein wahres Schnurrkonzert ob der Tatsache, dass ihre Dienerin den ganzen Homeoffice-Tag für Streicheleinheiten zur Verfügung steht. Was für ein Luxus, den sie plötzlich genießen. Und erst
die "Hamster"! Sie können sich ganz ungeniert mit Unmengen an Klopapier, Müllsäcken, Konservendosen und sonstigen Haushaltswaren eindecken, ohne deshalb ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Aber das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Wenngleich
ein "Hamster" auch an Tiernahrung nie genug zu Hause haben kann.

Aufgerufen am 01.12.2020 um 03:45 auf https://www.sn.at/kolumne/corona-und-wir/fuer-emil-sind-es-jubeltage-86235907

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