Die Stille am Lackenspitz

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Das 280-Seelen-Dorf Tweng gehört dank Obertauern nicht nur zu den reichsten Gemeinden Österreichs, das Gebiet ist auch reich an wunderbaren Skitouren und Loipen. Besonders südlich des Lantschfeldtals reiht sich ein lohnender Gipfel an den nächsten. Viertleck, Weißeneck und Schwarzeck sind einige davon, das heutige Tourenziel Lackenspitze (2459 m) liegt sowohl geografisch als auch skitechnisch im mittleren Bereich. Eine sichere Lawinensituation ist natürlich bei allen Twenger Skitouren die Voraussetzung. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Ende der geräumten Straße, die bei der nördlichen Ortseinfahrt Richtung Lantschfeld abzweigt. Die Spur folgt zunächst der Sommerwegmarkierung zur Metzgeralm. Kurz nach der Unteren Neuwirtshütte (1485 m) zweigt von der Forststraße ein alter Almweg nach rechts ab, der vorerst in südlicher Richtung, dann aber nach Westen drehend zur schön gelegenen Metzgeralm führt (1,5 Std.). Von der kleinen Ebene geht es durch den schütteren Wald über eine kurze Steilstufe zu einer weiteren Verflachung. Links unterhalb liegt der Wildalmsee unter einer dicken Schnee- und Eisdecke verborgen, unsere Spur aber bleibt rechter Hand und verläuft über die Südflanke des Roßkogels auf einen Sattel. Die kleine Krauthackelhütte bleibt rechts liegen, der Anstieg verläuft nun in südwestlicher Richtung durch das beeindruckende Kar, das von der Grubachspitze und der westlich gegenüberliegenden Lackenspitze abgeschlossen wird. Durch die bizarre Felssturzlandschaft geht es am besten auf der linken Seite zum steilen Karabschluss. Mit einigen Spitzkehren und in entsprechendem Sicherheitsabstand führt der letzte Teil der Tour auf die Scharte mit dem prägnanten Felskoloss. Sehr viele Tourengeher beenden auf diesem Kammsattel den Anstieg, Sonne und Aussicht Richtung Süden sind ja nun erreicht. Wer aber noch auf dem Gipfel stehen will, muss dem steilen Ostkamm folgen. Nach wenigen Spitzkehren ist ein Skidepot notwendig, die letzten Meter geht es über felsiges Gelände auf den höchsten Punkt. Die Abfahrt bleibt im unteren Teil des Kars möglichst weit rechts (O) oberhalb, damit man beinahe ohne Gegenanstieg auf den Sattel bei der Krauthackelhütte gelangt. Dann Abfahrt wie Anstieg.

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