In der Tiefbrunnau

Vieles ist möglich: Langlaufen, Rodeln, Winterwandern. Eine Ski- oder Schneeschuhtour kann bis aufs Zwölferhorn und die Pillsteinhöhe führen.

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Fit in die Natur Wolfgang Tonis
Über der Nebelgrenze auf der Pillsteinhöhe (1478 m). SN/wolfgang tonis
Über der Nebelgrenze auf der Pillsteinhöhe (1478 m).

Die Tiefbrunnau, ein Nebental in der Langlaufgemeinde Faistenau empfiehlt sich für eine gemütliche Loipenpartie. In der sanften Tallandschaft schlängelt sich die Loipe bis in die hinteren Winkel. Für die Loipengenießer, die nicht die ganze Strecke von Faistenau und wieder zurück gleiten wollen - immerhin fast 20 Kilometer -, werden in der Tiefbrunnau Parkmöglichkeiten angeboten (P3 und P4), die sich für den Einstieg in die Spur anbieten. Abgesehen davon können Winterwanderer die Schafbachstraße vom Parkplatz Keflau in einer Dreiviertelstunde bis zur Grögernalm (noch bis Sonntag geöffnet) hinaufwandern. Diese Strecke bietet sich auch für eine Abfahrt mit der Rodel an. Die hintere Tiefbrunnau ist aber auch Ausgangspunkt für eine Ski- oder Schneeschuhtour in Richtung Zwölferhorn. Vom Parkplatz am Talschluss geht es auf der Forststraße zur Sausteigalm hinauf. Die Bartl- und die Lärchenhütte sind entweder Zielpunkt oder Zwischenstation für den Anstieg zum Zwölferhorn, wobei sich bereits hier ein bezaubernder Ausblick auf den Schafberg und das Wolfgangseegebiet ergibt. Der weitere Aufstieg für sportliche Geher auf das Zwölferhorn (1521 m) ist dann wirklich eine steile Angelegenheit. Dafür gibt es oben eine gemütliche Einkehr und natürlich einen Traumblick in alle Himmelsrichtungen. Den erhoffen sich auch die Sonnenhungrigen, die mit der beliebten Zwölferhornbahn von St. Gilgen heraufschweben. Auch so ein feiner Logenplatz mit Aussicht ist die Pillsteinhöhe (1478 m).

Die Skitourengeher wählen ihren Aufstieg von der Tiefbrunnau meist gleich direkt über die Stubneralm. Vom Zwölferhorn aber geht es auf dem Pillstein-Panoramaweg von der Franzls-Hütte (Dienstag bis Sonntag geöffnet), vorbei an der Arnikahütte, in einer Dreiviertelstunde ohne großen Höhenunterschied südwestwärts der Kammlinie entlang.

Dem gewalzten Weg folgt man bei einer Verzweigung leicht ansteigend nach links, dann von einer Infotafel nur noch kurz zum Gipfelkreuz und dem beschaulichen Aussichtspunkt hinauf.

Ein Nachbarberg des prominenten Zwölferhorns hat eben auch absolut seine Qualitäten. Abstieg wie Anstieg.

Tiefbrunnau & Zwölferhorn

Zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken. SN/karte: f & b 391 od. 282
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So kommen Sie hin: über Hof nach Faistenau. Weiter Richtung Hintersee und dann links in die Tiefbrunnau abzweigen.
Parken: Loipe - Parkplätze P3 und P4. Für eine Wanderung oder Rodeltour zur Grögernalm rechts in die Schafbachstraße einbiegen und weiter zum Parkplatz in der Keflau (1,50 Euro). Am Straßenende in der Tiefbrunnau ist der Parkplatz für die Tour Sausteigalm und Zwölferhorn.
Bus: Hst. Laimerbauer (Linie 155). Gesamt: 4 ½ Std., 680 Hm, 10,2 km (Pillstein und retour). Karte: f & b 391 od. 282. Info: www.langlaufdorf.at www.franzlshuette.at
Literatur: Heugl, Christian. 101 Skitouren für Genießer. Löwenzahn Verlag 2017.

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