Mit den besten Aussichten

Drei Silvestertourentipps rund um Salzburg: der Schlenken, der Tote Mann oder Maria Plain sind garantierte letzte Höhepunkte im alten Jahr.

Autorenbild
Fit in die Natur Christian Heugl
So ruhig wird es zu Silvester am Schlenken nicht sein – der Genuss bleibt aber der gleiche. SN/sn
So ruhig wird es zu Silvester am Schlenken nicht sein – der Genuss bleibt aber der gleiche.

Es ist eine lieb gewordene Tradition, dass sich viele Bergsteiger kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal auf ihrem Lieblingsberg treffen. Dort ist dann Zeit zum Bilanzieren, zum Pläneschmieden, zum Freunde treffen. Den stärksten Zulauf im Nahbereich der Stadt hat an diesem Tag wohl der Schlenken. Aber das Angebot auf dem 1648 Meter hohen Gipfel kann sich auch sehen lassen: Eine Schneebar versorgt die Gipfelstürmer mit heißen Getränken, die Bergretter stehen mit Rat und Tat zur Verfügung und von irgendwo schwebt auch noch eine passende Gitarrenmelodie dazu. Die meisten Bergsteiger werden dieses Jahr wohl zu Fuß auf den garantiert nebelfreien Gipfel kommen, einige werden es auch mit alten Ski probieren.

Der Schlenken kennt zwei gleichwertige Anstiege: entweder von der Nordseite über Zillreith (Anfahrt über Adnet und Krispl) oder vom Süden über den Rengerberg (Anfahrt über Bad Vigaun und die Rengerbergstraße bis zum Parkplatz Wurzer).

Egal mit welchen Hilfsmitteln nun die Wanderung auf den 1648 Meter hohen Gipfel angetreten wird, ob mit (geschulterten) Ski, Schnee- oder Bergschuhen, hier findet sich garantiert die richtige Spur.

Der Tote Mann (1392 m) im Lattengebirge kann mit dem Luxus einer Schneebar nicht aufwarten, dafür gibt es südlich vis-à-vis in 300 Meter Luftlinie das Wirtshaus am Hirschkaser. Für die beiden Rodelbahnen ist die Schneelage derzeit gerade noch nicht ausreichend, für eine sonnige Winterwanderung sind die Bedingungen aber perfekt.

Startort dieser Silvestertour ist der große Liftparkplatz der Schwarzeckbahnen (Anfahrt über Berchtesgaden, dann Richtung Ramsau bis zur Abzweigung Traunstein und in 3 Kilometern wieder rechts nach Schwarzeck).

Über den Sommerweg, der zugleich die drei Kilometer lange Rodelbahn ist, geht es in knapp zwei Stunden auf den Toten Mann.

Der Plainberg ist natürlich die ganze Silvesternacht über gut besucht, denn Maria Plain ist eine exzellente Aussichtsloge auf die mitternächtlichen Feuerwerke. Startpunkt ist der Ort Bergheim (Anfahrt über Hagenau oder Lengfelden). Aus dem Ortsgebiet führt der Weg zur weithin sichtbaren Pfarrkirche und nun über den Westrücken zur prächtigen Basilika Maria Plain (530 m) weiter. Ein alternativer Rückweg verläuft über die Kalvarienbergstiege talwärts und dann rechts abzweigend retour.

Schlenken (Anstieg): 1 ¾ Std., 650 Hm, 2,7 km

Toter Mann (Anstieg): 1 ¾ Std., 400 Hm, 3 km

Maria Plain (gesamt): 1 ¾ Std., 100 Hm, 4 km

Karte: f&b 391, 392

Aufgerufen am 13.12.2017 um 08:27 auf https://www.sn.at/kolumne/fit-in-die-natur/mit-den-besten-aussichten-569653

Schlagzeilen