Zwischen Benzeck und Schilchegg

Kurz vor dem Talschluss Flachauwinkl breitet sich ein attraktives Skitourengelände mit recht unterschiedlichen Zielen aus.

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Schilchegg und Benzeck sind zwei Gipfel in den Radstädter Tauern, die sich zwar räumlich ziemlich nahe stehen, die aber höchst unterschiedliche Tourenziele darstellen. Prägnanter, um ein paar Meter höher und sogar mit einem Gipfelkreuz bestückt, ist das Benzeck (2076 m), eindeutig das genussvollere und sicherere Ziel ist allerdings das unauffällige Schilchegg (2040 m) südwestlich vis-à-vis. Ein lichter Lärchenwald ist zwar auch kein 100-prozentiger Schutz, aber im Gegensatz zur nahezu baumlosen Benzeck-Südostflanke doch relativ beruhigend. Der Ausgangspunkt der beiden unterschiedlichen Ziele ist der kleine Parkplatz am Eingang in das Marbachtal, vier Kilometer südlich von der Autobahnabfahrt Flachauwinkl. Auf dem Sommerweg geht es zunächst sehr flach mit Blick auf die imposanten Eisfälle nahe der Schüttbachalm in das Seitental. Nach einer halben Stunde, kurz vor der vorderen Marbachalm, zweigt die Spur über den freien Hang steil nach rechts ab und nun geht es auch bald mit den eisigen Temperaturen bergauf. Der Aufstieg führt über die sonnigen Südosthänge und folgt am besten dem bequem angelegten Wirtschaftsweg zur Ranstlalm (1502 m). Dort beginnt der herrliche Lärchenwald, durch den sich die Richtung Nordwest drehende Spur immer steiler hinaufschraubt. Kurz vor dem Sattel (1874 m) verzweigen sich die Anstiegsspuren: Nach rechts geht es auf einem zunächst noch breiten, dann aber immer schmäler zulaufenden Kamm zum Benzeck, nach links führt die Spur durch sanfte Mulden und Kare auf die unspektakuläre Schilchegg-Erhebung. Der Ausblick ist auch von hier aus überwältigend, aber vor allem verspricht die Abfahrt durch das lichte Lärchenwaldgelände meistens ungetrübten Pulvergenuss, während sich auf den steilen Sonnenflanken am Benzeck schon oft ein unangenehmer Harschdeckel gebildet hat. Je nach Schneebeschaffenheit und Lawinensituation kann die Abfahrt oberhalb der Ranstlalm nach links in einen talwärts führenden Graben queren. Dieser wird spätestens 300 Höhenmeter tiefer auf den Almweg (= Aufstieg) nach rechts verlassen. Ein letzter Höhepunkt für viele Tourengeher ist noch der Einkehrschwung in die Jausenstation Schauphof in Flachauwinkl.

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