Diese Terminhatz lässt keinen Spielraum mehr zu

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Im Skizirkus Michael Smejkal

Das Thema Verletzungen hat die Tage vor der WM dominiert, das Anreisechaos die erste WM-Woche. Zwei scheinbar völlig unterschiedliche Themen und doch gibt es eine starke innere Klammer: die selbst auferlegte Terminhatz. Dass man zwei Tage vor der ersten WM-Entscheidung in Schweden noch ein Rennwochenende in Garmisch-Partenkirchen ansetzt, ist nicht gerade weitblickend. Wenn dann nur ein Detail bei Transport oder Flügen schiefgeht, dann ist man dort, wo man jetzt ist: in der Bredouille. Das erste Abfahrtstraining konnte mangels Material nicht stattfinden, am Donnerstag fuhr man wegen Windes verkürzt ab Super-G-Start. Schafft man am Freitag kein Training von ganz oben, wird es nur eine Miniabfahrt mit 78 Fahrsekunden geben. Und weil am Samstag auch noch Schnee kommt, wird schon am Notprogramm gearbeitet.

"Super Sunday" heißt jetzt die Lösung der FIS, weil man dem TV verpflichtet ist. Abfahrt der Damen und Herren am Sonntag. Die beiden wichtigsten Rennen des Jahres verkürzt und kurz nacheinander durchgepeitscht - nein, das ist kein "Super Sunday", das wäre ein schwarzer Sonntag für diese Sportart.

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