Entgegen dem Rat der Ärzte zur Sensation

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Im Skizirkus Michael Smejkal

Für Aksel Lund Svindal war der zweite Platz im ersten Super G schlicht "unglaublich" - und nicht nur für ihn. Nach jedem Training in dieser Woche sandte er noch Röntgenbilder seines Knies zu Spezialisten nach Oslo. "Vor einem halben Jahr haben die Ärzte noch gesagt, dass ich nie mehr Ski fahren könnte, am Mittwoch haben sie mir vom Start abgeraten, aber die Entscheidung mir überlassen, und nun bin ich hier auf dem Podest", meinte Svindal.

Nach seinem Sturz im Jänner in Kitzbühel gab es Probleme mit dem verletzten Knie, in dem die Knorpelschäden doch größer als angenommen waren. Er selbst blieb geduldig, auch wenn das nicht immer leicht gewesen sei. Noch heute kann er nur ein eingeschränktes Training mitmachen. "Ich darf zum Beispiel nicht laufen, daher habe ich sehr viel auf dem Rad trainiert." Am gestrigen Freitag war jedoch nicht die Fitness, sondern die Cleverness der Schlüssel zum Erfolg. "Es war ein schwieriger Super G, den man gut besichtigen musste. Ich habe mich gewundert, wie schnell da einige fertig waren."

Apropos Norwegen: Henrik Kristoffersen, derzeit im heftigen Streit mit dem Verband um einen privaten Sponsor, wird Sonntag in Val d'Isère im Riesentorlauf antreten. "Ja, er ist da und wird fahren", meinte sein steirischer Cheftrainer Christian Mitter. Offenbar tobt hinter den Kulissen ein Richtungsstreit zwischen der nordischen und der alpinen Sektion in Norwegen. Hauptsponsor Telenor hätte Kristoffersen sehr wohl für ein Engagement bei Red Bull freigegeben.

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