Immer dieser Goiserer . . .

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Lokalpatriot Heinz Bayer

Als wär's nicht hart genug. Nein, da kommt mir auch noch dieser Goiserer unter. Also der Hubert von. Mit diesem Lied. Das macht die Sache nicht leichter. Denn ein bisserl schwer wird einem um diese Zeit ja immer ums Herz. Egal, ob man nun ein Almleitl ist oder nicht. Weil es geht ums Abschiednehmen - von der Alm, vom Sommer. Denn der ist vorbei. Endgültig. Die Platzerl zu verlassen, die so angenehm durchdrungen sind vom Almfrieden, fällt schon sonst schwer genug. Aber heuer . . .

Wenn man diesen komisch frisierten Politikern zuhört, die vom Atomkrieg reden, als wäre er ein legitimes Neujahrsfeuerwerk, wenn man diese, in die Irre geleiteten Männer sieht, die im Namen des Hasses, Menschen töten und so viel Leid produzieren, möchte man am liebsten wieder hinauf in die kleine Hütte, die Tür fest zusperren und droben bleiben in der Stille - und im Frieden.

da summa der is aussi
muass i obi in's tal
pfiat enk gott schene alma
pfiat enk gott tausend mal

schen stad is's scho woarn
ja, koa vogerl singt mehr
ja, und es waht scho da schneewind
von wetterstoan her

es felswänd es gamsberg
pfiat enk gott all mitnand
es tausend schene bleamaln
so liab und bekannt

mei hüttal, mei kloans
ja, wü mir nit aus'n sinn
ja, wo i oftmals so traurig
und glücklich gwen bin


Aufgerufen am 23.09.2018 um 08:43 auf https://www.sn.at/kolumne/lokalpatriot/immer-dieser-goiserer-17330923

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