Ups, da ist ja ein Stau!

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Lokalpatriot Heinz Bayer

Sommer 2016: Zell am See ist total entschleunigt. Weil alles steht. In Schüttdorf. Bis nach Bruck. Und immer öfter bis tief hinauf in den Oberpinzgau. Freilich: Gering ist nur das Tempo der Fortbewegung. Dafür rast der Puls. Bei jenen, die einen Termin haben. Die zur Arbeit müssen oder nach Hause wollen. Also eigentlich bei allen.

Was ist passiert, warum staut's denn da so? Dort wo die Autos jetzt im Rudel stehen, haben vor ein paar Jahren Frösche gequakt. Dann entstand eine Ansammlung an Hässlichkeit. In Zell am See und in Bruck. Ohne Plan und Ziel. Es nennt sich da wie dort: Gewerbegebiet. Wo ganz viel Gewerbegebiet - ist halt ganz viel Verkehr.

Jetzt können zwar alle Pinzgauer und der Rest der Menschheit die Zeller schimpfen. Oder die Brucker. Weil sie bauten, was sie gebaut haben. Und alle zusammen können die bösen, bösen Landespolitiker kritisieren. Aber was bringt's?

De facto ist keiner besser. Der Nachbar gewissermaßen immer ein potenzieller Feind. Vor allem, wenn's um Betriebe und um Steueraufkommen geht.

Das Schlamassel in Zell am See sollte als Botschaft verstanden werde. Denn: Ohne regionalpolitisches Denken funktioniert diese Welt nicht. Die Damen und Herren in den Gemeinden müssen endlich die Köpfe zusammenstecken. Mit den Nachbarn. Am Ende des Tages zählen gemeinsame Lösungen. Den Hinweis, warum etwas nicht funktioniert, haben wir schon zu oft gehört. Auch in Bezug auf eine lokale S-Bahn.

heinz.bayer@salzburg.com

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