Was uns eint

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Mein Europa Karin Portenkirchner

2006: Ein Auslandssemester in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die erste Euphorie verfliegt schnell. Wozu braucht man Drive-in-Bankomaten oder -Apotheken? Wieso haben die wenigsten
einen Pass? Und wo, bitte sehr, ist hier eine Fußgängerzone?

Der Kulturschock sitzt, das Heimweh wächst. Die nächste "Where are you from"-Frage wird mit Inbrunst beantwortet: "I am from Europe!"

Zwar sind Franzosen keine Deutschen und Griechen keine Schweden. Zwar finden wir die EU manchmal ärgerlich und furchtbar bürokratisch. Doch sie steht für etwas, das wir
gerne vergessen: Wir sind uns trotz aller Differenzen viel ähnlicher, als wir glauben. Nur
warum wird uns das immer erst bewusst, wenn wir fern der Heimat sind?

Aufgerufen am 30.11.2021 um 07:03 auf https://www.sn.at/kolumne/mein-europa/was-uns-eint-36668311

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