Eine Chefin, die Mut machte

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Meine Heldin Karin Zauner
Eine Chefin, die Mut machte SN/apa
Eine Chefin, die Mut machte

8. März, Weltfrauentag. Nein, wir haben uns nicht im Datum getäuscht. Da Journalistinnen und Journalisten aber immer ihrer Zeit voraus sein wollen, beschleicht uns wenige Wochen vor dem 8. März jedes Jahr ein komisches Gefühl.

W e l t f r a u e n t a g. Wie werden wir dem als Zeitung gerecht? Ein Tag im Jahr, der den Frauen gewidmet ist, das ist ein Witz, sagen Redakteure wie Redakteurinnen. Jedes Jahr beteuern wir einander, dass es unsinnig sei, die mageren 24 Stunden, die man der Hälfte der Menschheit an Ehrerbietung zugedacht hat, so wie dem Apfel oder den Weltamateurfunkern, auch noch publizistisch abzufeiern.

Je näher der 8. März aber kommt, desto öfter tauchen Stimmen auf: "Irgendetwas sollten wir doch zum Weltfrauentag machen."

Diesmal ist alles anders. Die "Salzburger Nachrichten" warten nicht auf den 8. März, sondern legen jetzt los, um auch nach dem 8. März weiterzumachen. Da unser Haus - nicht erst jetzt - findet, dass Frauen in unserer Gesellschaft eine entscheidende Rolle innehaben, wollen die SN künftig Themen, die Frauen im besonderen Maße betreffen, stärker in den Fokus rücken. Für Frauen und für Männer. Zum Beginn einer größeren Offensive geben wir den besten Platz her, den eine Zeitung hat. Das Eck auf der Titelseite rechts oben. In erprobter Art und Weise wollen wir diesen besonderen Platz unseren Leserinnen und Lesern überlassen, damit sie etwas über ihre "Heldin" schreiben. Es geht darum, Frauen aus Gesellschaft, Politik, Kultur oder dem Privatleben zu beschreiben, die sie beeinflusst, beeindruckt, bewegt haben. Wie immer werden SN-Redakteurinnen und Redakteure die Aktion mit Texten zu "Meine Heldin" beginnen und dann der SN-Gemeinschaft den Vorrang lassen.

Meine Heldin ist meine frühere Chefin. Sie hat sich stets vor ihre Mitarbeiter gestellt, selbst wenn das für sie Ungemach bedeutet hätte. Sie hatte einen exzellenten Ruf als Journalistin, aber jungen Mitarbeitern immer das Feld überlassen, sie gefördert, gefordert, ihnen geholfen. Sie hat zu einer Zeit Beruf und Familie vereint, als dies noch kein Thema war, und jungen Frauen Mut gemacht.

Jetzt sind Sie an der Reihe.

Wer ist Ihre Heldin? Schreiben Sie uns an leserforum@sn.at

Aufgerufen am 27.03.2019 um 03:32 auf https://www.sn.at/kolumne/meine-heldin/meine-heldin-eine-chefin-die-mut-machte-66167059

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