Dominic Thiem kommt bei den Franzosen gut an

Österreichs Tennisstar ist authentisch und beliebt. Hat er abseits seiner sportlichen Klasse das Potenzial zum Superstar?

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Netzroller Christian Mortsch
In der Gunst der Fans steht Dominic Thiem in Paris weit oben.  SN/GEPA pictures
In der Gunst der Fans steht Dominic Thiem in Paris weit oben.

Er begeistert vor allem mit seinem spektakulären Spiel und weniger als Entertainer. Dominic Thiem ist ein stinknormaler, freundlicher und gut erzogener 24-Jähriger - der außergewöhnlich gut Tennis spielt. Thiem ist, wie er ist, und diese Authentizität kommt beim Gros des Publikums gut an. Das war wieder zu merken im Duell mit Jungstar Stefanos Tsitsipas, wo die Sympathien recht klar auf der Seite des Österreichers waren. Dass ihm als "Typ" etwas zum Superstar fehle, er zu normal, zu langweilig sei - wie das bekannte "GQ"-Magazin kürzlich feststellte -, das ist ihm herzlich egal. "Natürlich ist mir wichtig, dass mich die Leute mögen. Aber ich würde mich in der Öffentlichkeit nie verstellen, damit sie mich vielleicht mehr mögen. Und in Österreich habe ich schon das Gefühl, dass ich bei den meisten gut ankomme", sagt Thiem.

Doch auch in Paris ist seine Popularität als zweifacher Halbfinalist gestiegen. Hilfreich ist zudem seine Liaison mit der Französin Kristina Mladenovic. "Kiki", wie er verrät, ist zudem seine Französischlehrerin: "Ich lerne jeden Tag und spreche im privaten Kreis auch schon einigermaßen verständlich. Noch traue ich mich bei Interviews aber nicht ganz drüber", sagt er. Abseits vom Tennis bleibt in Paris wenig Zeit. Sightseeing oder Einkaufstouren sind eine Seltenheit. Ausgespannt wird meist beim Abendessen - vorzugsweise beim Italiener mit Pasta. "Ich mach da keine Experimente", sagt er, der ganz normale junge Mann eben.

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