Was Federer gern mit Nadal teilen würde

Beim ATP-World-Tour-Final der besten acht Tennisprofis wurden nicht nurAnekdoten gewälzt.

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Netzroller Christian Mortsch
Gruppenbild mit Tennisstars: London wirft seine Schatten rund um das ATP-Finale voraus. SN/APA/WONDERHATCH
Gruppenbild mit Tennisstars: London wirft seine Schatten rund um das ATP-Finale voraus.

Die meisten Trophäen aus London nimmt Roger Federer mit nach Hause. Das steht schon fest, noch bevor die ATP World Tour Finals begonnen haben. Der Schweizer hat gleich drei Auszeichnungen abgeräumt. Zwei davon wird Federer wohl seine Karriere lang bekommen. Jenen für den bei den Fans beliebtesten Spieler gewann Federer zum 15. Mal in Serie, den nach seinem Ex-Trainer und Schwedens Tennislegende Stefan Edberg benannten Fairness-Award zum 13. Mal in 14 Jahren. Mit 36 wurde er aber erstmals auch für das Comeback des Jahres geehrt. "Rafa hätte das genauso verdient. Daher sehe ich die Auszeichnung nicht als meine, sondern würde sie gerne teilen", sagte Federer im Beisein aller (inklusive Doppelspieler) 24 Teilnehmer. Der Aufsteiger des Jahres heißt Denis Shapovalov. Der 18-jährige Blondschopf aus Kanada hat erst vergangenes Jahr sein Profidebüt gegeben und ist bereits die Nummer 51 der Welt.

Beim ersten offiziellen Auftritt der Topstars wurde Grigor Dimitrov seinem Ruf als Entertainer gerecht. Der Bulgare, der heuer seine Premiere bei den Finals feiert, interviewte etwa Federer und trat dabei fast in ein Fettnäpfchen. Auf die Frage wie oft er, Federer, das Masters gewonnen habe, konterte der Schweizer ironisch: "Ja wie oft denn? Hast du nicht recherchiert?" Mit der richtig geratenen Antwort "sechs Mal" zog sich der "Baby-Federer" aber noch aus der Affäre. Dominic Thiem etwa verriet ihm bei der Bootsfahrt auf der Themse, dass er auch bei seinem zweiten Start hier "unglaublich aufgeregt" sei. Mit bereits etwas Routine trat Thiem am Freitag beim Medientag auf. Der Österreicher war einer der gefragtesten Interviewpartner, freilich nach Federer und Rafael Nadal.

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