Eine Party für Bernie - mit vielen Bernies

Alte Freunde halten eben zusammen. Auch in der Welt der Formel 1.

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Pole Position Gerhard Kuntschik


Bernie Ecclestone, dessen Regentschaft in "seinem" Formel-1-Reich von den neuen Mehrheitseigentümern Liberty Media Ende des Vorjahres beendet wurde, sei nicht ordentlich von den neuen Mächtigen behandelt worden.

Das meint zumindest der langjährige Weggfährte des 86-jährigen Engländers, der frühere Benetton- und Renault-Teamchef Flavio Briatore - der nach dem "Mauergate" von Singapur 2008 selbst den Bannstrahl der Formel 1 verspüren musste.

Doch alte Freunde halten zusammen, und so organisierte der Italiener in dieser Woche eine Überraschungsparty für Bernie in London. Der Clou daran: Ecclestone kam und sah sich Dutzenden Bernies gegenüber - denn alle Gäste hielten Bernie-Kartonmasken vor ihre Gesichter.

"Normalerweise lädst du 100 Leute ein und 60 sagen, ich kann wegen dies und dem nicht kommen", erzählte Briatore, "doch diesmal kamen sie von weit und nah."

Zugegen, um Bernie zu feiern, waren u. a. Fürst Albert von Monaco, Scheich Salman aus Bahrain, die Ex-Ferrari-Chefs Luca di Montezemolo und Stefano Domenicali, Mercedes-Motorsport-Boss Toto Wolff, Niki Lauda, David Coulthard und sein langjähriger Partner und Kontrahent (als FIA-Präsident) Max Mosley.

"Es war ein etwas trauriger Abend, aber eigentlich schön", befand Briatore.
Übrigens: Die neuen F1-Bosse von Liberty Media, Chase Carey, Ross Brawn und Sean Bratches, wollen nächste Woche in London den Formel-1-Teamchef konkrete Pläne und Neuerungen im Bereich Vermarktung, Fanbetreuung und Organisation vorstellen.

Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko sagte am Rande der Tests in Barcelona: "Bisher wurde unter den Amerikanern alles lockerer."

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