Formel 1: Das letzte Rennen und das Rennen ums letzte Cockpit

Nachdem die Formel-1- WM entschieden ist: Für wen es um die Zukunft und für wen es um Millionen in Abu Dhabi und danach geht.

Pole Position SN
Robert Kubica will zurück in die Formel 1. Ob seine 2011 schwer lädierte Hand es zulässt, ist offen.  SN/dapd
Robert Kubica will zurück in die Formel 1. Ob seine 2011 schwer lädierte Hand es zulässt, ist offen.

19 Rennen sind gefahren, das waren 19.276 Runden (oder 97.133 Kilometer) von 23 Fahrern, und die WM-Titel sind zugunsten von Lewis Hamilton und Mercedes AMG vergeben, ehe es Sonntag (14 MEZ) für die Formel 1 ins jährliche Zwielicht geht. Nein, das ist keine Anschuldigung, es geht ja schließlich in Abu Dhabi um 17 Uhr Ortszeit bei Sonne los und endet 1:40 Stunden später in erhellter Nacht auf dem Yas Marina Circuit - der teuersten aller F1-Anlagen.

Für das zweite Red-Bull-Team Toro Rosso wird Abu Dhabi zu einem der wichtigsten Rennen: Die Mannschaft von Franz Tost (derzeit WM-Sechste mit 53 Punkten), die schon die Youngster Pierre Gasly und Brendon Hartley für 2018 bestätigt hat, trägt ihren eigenen Kampf gegen Renault (49) und Haas (47) aus. Tost sagt dazu: "Der Unterschied zwischen Platz sechs und sieben sind 6,5 Millionen Dollar Preisgeld!"

Bei Toro Rosso herrscht Skepsis, dass man weitere Punkte holen kann - weil es seit Singapur kein Rennen gab, in dem nicht zumindest ein Fahrer wegen Tausch von Motorteilen rückversetzt wurde. Wen der Tiroler dafür verantwortlich macht, ist klar: Das getrübte Verhältnis zu Renault endet Sonntag. Tost: "Wenn die Topteams alle programmgemäß durchkommen, sollte unser Vorsprung reichen."

Dass es 2018 ein Cockpit für Pascal Wehrlein geben wird, ist anzuzweifeln. Bei Sauber kommt Ferrari-Zögling und F2-Champion Charles Leclerc an Bord (Marcus Ericsson darf dank der schwedischen Eigentümer bleiben). Ein Platz ist noch frei, bei Williams neben Lance Stroll. Darum reißen sich Robert Kubica, Sergej Sirotkin (testen beide nächste Woche hier) und Daniil Kwjat.

Aufgerufen am 22.01.2018 um 05:25 auf https://www.sn.at/kolumne/pole-position/formel-1-das-letzte-rennen-und-das-rennen-ums-letzte-cockpit-20859778

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