MotoGP: Marc Márquez drehte in Austin die Zeit zurück

Autorenbild
Pole Position Michael Switil

Es war eine Machtdemonstration sondergleichen, die Marc Márquez am Wochenende beim MotoGP-Rennen in den USA zeigte. Der Honda-Pilot dominierte das Geschehen auf dem Circuit of the Americas nach Belieben und fuhr einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Bei acht Auflagen war es bereits der siebte Erfolg des 28-jährigen Spaniers auf der Rennstrecke in Austin. "Es war das erste Rennen, zu dem ich mit der klaren Absicht kam, um den Sieg zu kämpfen", erklärte Márquez nach der Zieldurchfahrt. Denn trotz des dominanten Siegs verläuft die Comeback-Saison des erfolgsverwöhnten Spaniers nicht nach Wunsch. Lediglich zwei Rennen konnte der achtmalige Weltmeister nach seinem komplizierten Oberarmbruch für sich entscheiden. Nur am Sachsenring und in Austin gelang es Márquez an seine gewohnten Leistungen vor der knapp einjährigen Verletzungspause anzuknüpfen, da die beiden Linkskurse seinen in Mitleidenschaft gezogenen rechten Arm nicht so stark belasten. "Die Strecken gegen den Uhrzeigersinn wie hier lagen mir schon immer. Nach der Verletzung tun sie das noch mehr."

Heimlicher Sieger des Rennens in Austin war freilich der Zweitplatzierte Fabio Quartararo. Der Yamaha-Pilot fuhr souverän auf das Podium und baute seine WM-Führung drei Rennen vor Schluss auf satte 52 Zähler aus. Damit hat der 22-jährige Franzose bereits beim Grand Prix in Misano in knapp drei Wochen die Möglichkeit, sich erstmals zum MotoGP-Weltmeister zu küren. Die beiden KTM-Piloten Brad Binder und Miguel Oliveira belegten den neunten und elften Platz.

Aufgerufen am 22.01.2022 um 02:38 auf https://www.sn.at/kolumne/pole-position/motogp-marc-marquez-drehte-in-austin-die-zeit-zurueck-110408824

Kommentare

Schlagzeilen