Der Christbaum, die Jul-Eiche und die Studien

Amerikanische Forscher haben herausgefunden . . .So beginnen die tollsten Geschichten der Jetztzeit.

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Purgertorium Alexander Purger

Österreich hat zwar möglicherweise nicht das Rad erfunden, ganz sicher aber den Rat. In unserem Land sind etwa der Hof-, der Bau-, der Veterinär- und der Kommerzialrat heimisch. Darüber hinaus brüten bei uns der Berg-, der Forst-, der Medizinal- und der Studienrat. Wobei ein gewichtiger Unterschied besteht: Es gibt keinen Oberberg-, wohl aber einen Obermedizinalrat, keinen Oberforst-, sehr wohl aber einen Oberstudienrat.

Die Erklärung ist einfach. Was soll ein Oberforst oder ein Oberberg sein? Über-drüber-Oberstudien gibt es hingegen zuhauf. Zum Beispiel haben amerikanische Forscher kürzlich herausgefunden, dass zwei Mal tägliches Zähneputzen mit Zahnseide das Risiko von untergewichtigen Frühgeburten um 50 Prozent reduziert. - Auch bei Männern?

Ähnlich beeindruckend war vergangene Woche das Studienergebnis (diesfalls hausgemacht), dass 89 Prozent der Van-der-Bellen-Wähler einen Christbaum zu Hause haben, aber nur 82 Prozent der Hofer-Wähler. Da die Studie den Stand von Anfang Dezember wiedergab, lässt sich daraus der Schluss (wenn nicht sogar Oberschluss) ziehen, dass Van-der-Bellen-Wähler vorausschauender handeln als Hofer-Wähler - und dass sie deutlich mehr zu nachhaltiger Vorratshaltung neigen.

Ihre Chance, am 24. Dezember unter einem rieselnden Baum zu stehen, steigt dadurch allerdings um 27 Prozent. Haben amerikanische Forscher herausgefunden.

Offen bleibt die Frage, worunter die 18 Prozent unbechristbaumten Hofer-Wähler zu Weihnachten stehen werden. Unter der Jul-Eiche? Mal einen Oberforstrat fragen.

Übrigens besagt eine noch unveröffentlichte Studie, die allerdings nur für ÖVP-Obmänner gilt, dass zwei Mal tägliches Zähneputzen mit einer Tannennadel von einem Van-der-Bellen-Wähler-Haushalts-Christbaum die Wahrscheinlichkeit einer untergewichtigen Spätobmannschaft um 50 Prozent erhöht.

Weiters haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass der Konsum vorweihnachtlicher "Jingle Bells"-Endlosschleifen im Supermarkt die Produktion von Ohrenschmalz um 174 Prozent anregt. Etwaige Unterschiede zwischen Hofer- und Van-der-Bellen-Wählern müssen erst untersucht werden.

Abschließend einige weitere Studienergebnisse: Personen, die Christian Kern heißen, nehmen zu 38 Prozent häufiger an Regierungssitzungen teil als Personen anderen Namens. Der Absatz von Trachtenjankern hat sich 2016 in der Wohnumgebung von Alexander Van der Bellen verzehnfacht. Und Personen mit Vornamen Reinhold weisen eine deutlich höhere Neigung auf, in der ÖVP-Spitze zu sitzen als Tristane oder Nepomuks. Haben ame . . .

Aufgerufen am 17.11.2018 um 02:15 auf https://www.sn.at/kolumne/purgertorium/der-christbaum-die-jul-eiche-und-die-studien-613969

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