Der Kreisverkehr ist des Radfahrers Feind

Die Errichtung eines Kreisverkehres wird oft als positive Neuerung gesehen, weil sie den Verkehr beschleunigt. Den Pkw-Verkehr wohlgemerkt. Für Radfahrer sind sie meist unangenehm.

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Radblog Anton Prlić
Der Radweg endet und im Kreisverkehr muss man als Radfahrer schauen, wo man bleibt. SN/ANTON PRLIC
Der Radweg endet und im Kreisverkehr muss man als Radfahrer schauen, wo man bleibt.

In der Nissenstraße endet der Radweg vor dem Kreisverkehr. Diese Stelle in Salzburg-gneis steht stellvertretend für viele Kreisverkehre, bei denen man als Radfahrer schauen muss, wo man bleibt: Der Radweg endet vor dem Kreisverkehr, danach ist man Freiwild zwischen Linienbussen und Lieferwagen. Den Radlern bleibt nur: vorsichtig weiterfahren und hoffen, dass man nicht übersehen wird.

Dass es auch anders geht, zeigt die Fahrradhauptstadt Kopenhagen: Hier werden die Radwege einfach durch Kreisverkehre durchgezogen: Die Radfahrer haben auch im Kreisverkehr eine eigene Spur. Utopisten sollten sich zudem den Hovenring in Eindhoven ansehen: Dort wurde ein dreispuriger Kreisverkehr umgebaut: Die Autofahrer bekamen eine normale Kreuzung, für die Radfahrer wurde ein eigener Kreisverkehr gebaut: Der schwebt an einer Hängekonstruktion über der Fahrbahn. Ein Traum für Radler.

Aufgerufen am 29.09.2020 um 12:22 auf https://www.sn.at/kolumne/radblog/der-kreisverkehr-ist-des-radfahrers-feind-67892929

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