Warum man dem Radfahren den Vorrang einräumen muss

In Salzburg enden die Radwege an vielen Stellen im Nirwana. Was wir von Kopenhagen lernen können.

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Radblog Anton Prlić
Die Radfahrstraße am Salzach-Treppelweg. SN/robert ratzer
Die Radfahrstraße am Salzach-Treppelweg.

Kein Wunder, dass Radfahrfans von Kopenhagen träumen: Die dänische Hauptstadt hat dem Radverkehr den Vorrang eingeräumt. Neue Bauprojekte werden zuerst nach dem Radverkehr ausgerichtet, die Autos müssen schauen, wo sie bleiben. Radwege, die im Nichts enden, gibt es dort nicht.

In Salzburg ist das anders. Hier enden die Radwege an allen Ecken und Enden im Nirwana. Zwar wird in der Mozartstadt ein Fünftel aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das liegt aber vor allem an dem besonders schlechten öffentlichen Verkehrsnetz, nicht am besonders guten Radwegenetz.

Hier dreht sich alles nach wie vor ums Auto. Obwohl längst klar ist, dass die Verkehrspolitik umdenken muss, weil wir sonst im Pkw-Verkehr ersticken. Salzburgs Stau-Hauptstadt ist mit ihrem Latein am Ende. Nicht nur Bus und Bahn, auch dem Fahrrad gehört endlich Vorrang eingeräumt.

Aufgerufen am 05.12.2020 um 04:11 auf https://www.sn.at/kolumne/radblog/warum-man-dem-radfahren-den-vorrang-einraeumen-muss-67892905

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