Goldi ans an StA, wir moch'n heut a Razzia!

Am Anfang stand eine Belastungszeugin, deren zentraler Vorwurf war, dass beim BVT zu laut Radio gespielt wurde. Der Rest ist (bald) Kriminalgeschichte.

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Irgendwie hat Rainhard Fendrich alles schon vorausblickend besungen - also beinahe. Der Liedtext zu "Razzia" war damals geheimdienstlich codiert ("Gustav ans an Gustav zwa"): Wir bringen die dechiffrierte BVT-Originalversion.

Kickl ans an Kickl zwa,
wir moch'n heut a Razzia.
Bitte haltet euch bereit,
beim BVT is es so weit.
Frau P., die alles siecht und hört,
hat sich hier im Ressort beschwert,
weil aus dem Radio es lärmt,
die Dame war schon ganz verhärmt.
Und auch ein weit'res Zeugenpaar
brachte eine Beschwerde vor.
Dann gab's ein Akten-Konvolut,
und so was ist halt niemals gut,
do is bestimmt was illegal,
der General hält's für fatal.

Kickl ans an Goldgruba,
wir moch'n heut a Razzia.
Wenn uns Gridling net bald verlässt,
zerstör'n wir dort sein schwarzes Nest.
Was sich VP-Agenten heut erlaub'n,
des sollt ma wirklich gar net glaub'n.
In an FPÖ-Ressort kann's des net geb'n,
na de wer'n heuer was erleb'n.
Es g'hört, dass die Ministerfaust
auf das Gesindel niedersaust,
für so was ham wir ja gottlob!
unseren (FPÖ-nahen) Elitetrupp
(zur Bekämpfung der Straßenkriminalität).

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