Abwehrkampf gegen Medizin

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Spitze Feder | Alltagsbeobachtungen Martin Behr

Es gibt Dinge, die kann man getrost als schwierig bezeichnen. Etwa: dem Kater Medikamente zu verabreichen. Wie kommen die winzigen Globuli in den Magen? Raffinierte Tricks - vermengen mit Lieblingspasten, Joghurt oder im Feuchtfutter verstecken - scheitern kläglich: Die Kügelchen landen immer wieder im Futternapf. Die Fähigkeit, das ungeliebte Arzneimittel mit der Zunge vom schmackhaften Rest abzusondern, ist sehr stark ausgeprägt. Handfüttern gemeinsam mit Leckerlis? Die Leckerlis sind rasch weg, die Globuli bleiben. Auflösen in Wasser? Plötzlich will der Kater nicht mehr trinken. Dem Schlafenden Globuli ins Maul stecken? Endet mit Kratzern am Finger. Fazit: Es gibt Dinge, die kann man getrost als (fast) unmöglich bezeichnen.

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