Das gute alte Mitteilungsheft

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Spitze Feder | Alltagsbeobachtungen Andreas Tröscher

Erinnern Sie sich? Vorladungen wegen Störens im Unterricht, wegen Fußballspielens am Gang mit einer Stanniolkugel, wegen unentschuldigter Fehlstunden, wegen Raufereien oder unerlaubten Entfernens Richtung Greißler. Diese und zahlreiche weitere Delikte ließen den Lehrkörper derart zürnen, dass er sich oft nur mit folgenden zwei Worten zu helfen wusste: "So, Mitteilungsheft!" Allein der Begriff flößte Generationen von Schülern gehörigen Respekt ein. Waren diese Worte gesprochen, stand fest: Es ging einem an den Kragen.

Heute gehen die eigenen Kinder in die Schule und bringen wiederum ihre Mitteilungshefte mit nach Hause. Gefüllt sind sie mit eingeklebten Stundenplänen und Terminhinweisen auf Schulveranstaltungen. Nichts, was einen als Elternteil aus der Ruhe bringen sollte. Und dennoch: Der Puls beschleunigt ganz automatisch.

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