Hilfe, ich bin ein Leser!

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Spitze Feder Marian Smetana

Sie sind überall. Auf dem Couchtisch, neben dem Bett. Im Regal sowieso. Stapelweise. Manche schön geordnet, manche aufgeschlagen. Ausgelesen, angelesen, halb gelesen, fast gelesen. Sogar in der Manteltasche hat sich eines versteckt. Nach Weihnachten haben sie sich wieder schlagartig vermehrt. Dabei hat man noch nicht einmal die Bücher vom Vorjahr gelesen - weil auch sonst gern im Buchgeschäft gestöbert und vor allem gekauft wird. Zwischen zwei Seiten fragt man sich dann, wo Sucht anfängt und ab wann sie einen ins Verderben stürzt. Bankrott wegen Büchern? Erschlagen von dicken Wälzern in den eigenen vier Wänden?

Das Verlangen nach einer Selbsthilfegruppe steigt. Wo man endlich diesen einen Satz über die Lippen bringt: "Hilfe, ich bin ein Leser!"

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