Hochsaison für den Verzicht

Autorenbild
Spitze Feder Martin Behr

So, keine Ausreden mehr. Die Faschingskrapfen sind Geschichte, der letzte übrig gebliebene Schoko-Nikolaus ist auch endlich gegessen. Die leeren Weihnachtskeksdosen sind wieder im Regal verstaut. Keine Verlockungen mehr, jetzt ist sie da, die Fastenzeit. Kräutertee statt Limo, Obst statt Schokoriegel, Gemüse statt Fleisch und Fisch. Doch nicht nur bei Speis und Trank soll gefastet werden. Rundum gibt's Appelle, etwa zum Autofasten, zum Onlinefasten (alle digitalen Kommunikationsgeräte bis Ostern ruhen lassen), zum Wortefasten (Schweigekloster boomen nach wie vor), Nikotinfasten, Plastikfasten. Entschlacken, reduzieren, sich besinnen, zu sich selbst finden: gute Ansätze. Warum eigentlich nur
40 Tage lang?

Aufgerufen am 20.11.2018 um 03:27 auf https://www.sn.at/kolumne/spitze-feder/hochsaison-fuer-den-verzicht-331054

Schlagzeilen