Honigraub einst und jetzt

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Spitze Feder Martin Behr

Nachdem an dieser Stelle kürzlich über Rodungen im altertümlichen Beamtensprachdschungel berichtet wurde, verwies Leserin A. auf folgende verbale Pretiose: Im immer noch gültigen Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch aus dem Jahr 1812 findet sich unter "Thierfang" die Formulierung "(. . .) wie der Honigraub, der durch fremde Bienen geschieht, zu verhindern sey; ist in den politischen Gesetzen festgesetzt." Honigraub! Zuchthaus für räuberische Insekten? Bei Wasser und Brot, äh, Nektar und Blütenstaub? "Honigraub - um Gottes willen!", meint Leserin A: "Da werde ich mir noch rasch einen Marmeladen-, Pardon!, Konfitürenvorrat anlegen!" Schleck, Schreck, der Honig ist weg. Oder steckt doch Winnie Puuh dahinter?

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