Nikolaus wird vor den Kopf gestoßen

Autorenbild

Der Nikolaus steht in der S-Bahn. Im Arm hat er einen Korb kleiner Ebenbilder aus Schokolade. Freigiebig verteilt er sie an Passagiere, große und kleine. Beim Einsteigen mustert ihn ein Bub mit großen Augen. Acht Jahre wird er vielleicht alt sein. Der Nikolaus nimmt einen Schokonikolo und reicht ihn dem Kind. Das dreht sich zu seiner Mama um. Die versteht offensichtlich nicht ganz, warum der Spross zögert. Sie ermutigt ihn, zuzugreifen. Woraufhin der Bub argumentiert: "Aber der Polizist in der Schule hat gesagt, dass wir keine Süßigkeiten von Fremden annehmen dürfen." Gelächter. Der Nikolaus beugt sich hinunter und stellt sich vor. Nun ist er kein Fremder mehr. Die Schokolade wird dankbar entgegengenommen.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 25.09.2018 um 03:34 auf https://www.sn.at/kolumne/spitze-feder/nikolaus-wird-vor-den-kopf-gestossen-21405118