Nosferatu im Supermarkt

Autorenbild
Spitze Feder Inge Baldinger

Die Hölle ist los im Supermarkt. Die Einkaufswagerl sind voll, als ob eine Lebensmittelkrise bevorstünde. Die Kassiererinnen und Kassierer arbeiten, als ob es um ihr Leben ginge. Endlich das Förderband erreicht und die drei Kleinigkeiten draufgelegt. Sie wirken wie ein Irrtum zwischen dem Einkaufsberg davor und dem Einkaufsberg, der gerade dahinter entsteht. Die Frage drängt sich auf, ob vielleicht etwas passiert ist, das man nicht mitbekommen hat? Jetzt wendet sich der Kassierer von nebenan an seine Kollegin und fragt hektisch: "Irina, wie lang gibt's die Erde noch?" Irina scannt wie ein Automat weiter und sagt gestresst: "Keine Ahnung, vielleicht noch zwei Wochen?" Schluck. Die Erde in höchster Gefahr? Der Weltuntergang nur noch eine Frage von Tagen?

Erschrocken den Kassierer angeblickt. Der wuchtet gerade einen Sack mit 20 Litern Blumenerde zurück in einen Einkaufswagen. Uff!

Aufgerufen am 21.09.2018 um 04:11 auf https://www.sn.at/kolumne/spitze-feder/nosferatu-im-supermarkt-109525

Schlagzeilen