Salonstecher und Jesuslatschen

Autorenbild
Spitze Feder Martin Behr

Die Spitzkurbler verwirren weiter. Leser E. wundert sich über die hier kürzlich erwähnte, vom Aussterben bedrohte Bezeichnung für Männerschuhwerk und stellt die Frage: "Und was kurbelt da???" Ihm sei vielmehr die Bezeichnung "Salonstecher" für schwarze, vorn extrem gespitzte Schuhe, tragbar vor allem beim Tanz, bekannt. Auch nicht schlecht. Und irgendwie naheliegender: in den Salon hineinstechen. Oder Milanos ("Gesprochen eher Melanos mit dem schönen Meidlinger L"). Leserin S. wiederum hat in ihrer Jugend den Ausdruck "Spitzböcke" verwendet. Diese seien das genaue Gegenteil der sogenannten Jesuslatschen vulgo "Apostelbereifung" gewesen. Ausgehtreter und Sandalen: Das sind wahrlich zwei Paar Schuhe.

Aufgerufen am 22.09.2018 um 10:50 auf https://www.sn.at/kolumne/spitze-feder/salonstecher-und-jesuslatschen-17099863

Schlagzeilen