Salzburger Nockerl für Wien

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Spitze Feder Ines Hinterkörner

Die Bundeshauptstadt sieht nach dem lustigen Schneetreiben der letzten Tage aus wie Salzburger Nockerl. Flauschig und schmuselig weiß, richtig appetitlich.

Die roten Dächer sind ebenso wenig zu sehen wie die schwarzen Straßen, das Grün der Bäume und das Blau des Himmels sind bedeckt von sauberem, friedlichem Weiß. Der Schnee, der erst wie Staub zucker, dann wie Kokosflocken und zum Schluss wie Daunen vom Himmel fiel, hat die Stadt in Unschuld getaucht. Wie frisch gewaschen, fast wie neu geboren wird Wien wohl nicht lang aussehen, ehe es wieder versinkt in einem Matsch, um nicht zu sagen: Sumpf, aus Rot, Schwarz, Blau und Grün.

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