Die Fahrgäste sind die Geißel der Öffis

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Strickers Stammtisch Martin Stricker

Was jetzt? Wahrscheinlich seit Kaisers Zeiten gibt es die gemächliche Verbindung von Salzburg nach Bad Ischl. Mittlerweile heißt sie Linie 150 und wird von Autobussen bedient und es ist, wie es ist.

Es gibt einen Fahrer,

es gibt einen Fahrplan,

es gibt den Fahrgast.

Fest steht nur der Fahrplan, der aber wie ein Fels. Komme was wolle, vor allem der Fahrgast. Ich mein, wenn es einer ist oder ein paar, ist es ja kein Problem. Aber bereits seit einiger Zeit sind es derart viele auf der Linie 150 von Salzburg nach Bad Ischl und Bad Ischl nach Salzburg, dass es ganz arg ist. Bummvoll sind die Busse, und das mit Touristen, also da hört sich es jetzt wirklich auf. So erschrocken war der Verkehrsverbund im Jahr 2015, dass er erst einmal eine Studie erstellt hat, "um geeignete Maßnahmen durchführen zu können", wie Geschäftsführerin Allegra Frommer meinte. Etwa die Linie 150 wegen unzumutbarer Belästigung durch unerwartete Fahrgäste einstellen oder Fahrkarten nur nach Vorbuchung über eine spezielle App, die es nicht gibt. Mittlerweile wurde es 2016 und in einer Blitzaktion soll nun der Fahrplan, das Allerheiligste, geändert werden. Aber eh erst ab Dezember, wenn die Touristen weg sind. Uff, geschafft.

Aufgerufen am 16.11.2018 um 07:05 auf https://www.sn.at/kolumne/strickers-stammtisch/die-fahrgaeste-sind-die-geissel-der-oeffis-1188916

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