Führerlos, fahrerlos, elternlos, schülerlos

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Strickers Stammtisch | Politik in Salzburg Martin Stricker

Wer hätte das gedacht? Vor wenigen Wochen erst visionierte SPÖ-Klubchef Bernhard Auinger über die Zukunft unserer Autofahrerregion Salzburg und, schwupps, kurvt auch schon ein fahrerloser Kleinbus durch die Altstadt Salzburgs. Es handelt sich um einen Testlauf, denn derzeit haben wir einen City-Bus, der meist leer durch die Altstadt tingelt, künftig kann man sich auch noch den Fahrer sparen, was praktisch ist.

Dasselbe gilt für die geplanten XXXL-Gelenksbusse, die so lang sind, dass Passagiere hinten einsteigen und vorne drei Haltestellen weiter wieder aussteigen können, ohne dass sich der Bus nur einen Zentimeter gerührt hätte. Auch da braucht es keinen Fahrer, wir haben es in Wirklichkeit mit dem Konzept einer überdachten Fußgängerzone zu tun, die als Gelenksbus getarnt ist.

Wir stimmen also voll mit dem "Querschläger" überein, der erst am Donnerstag in den SN radikale Verkehrslösungen wie eben unsere fahrerlose Gelenksfußgängerzone eingefordert und selbst auf die Drive-in-Schule gesetzt hat, wo Eltern ihre Sprösslinge direkt ins Klassenzimmer fahren können, was großartig ist, aber das geht auch elternlos mit selbstfahrenden SUV. Wobei sich schon die Frage stellt, wozu man eigentlich Schüler benötigt, denn die kosten eh nur Zeit und Nerven. So wie der fahrerlose Verkehr die Zukunft ist, wird es auch die schülerlose Schule sein.

Aufgerufen am 12.11.2018 um 09:18 auf https://www.sn.at/kolumne/strickers-stammtisch/fuehrerlos-fahrerlos-elternlos-schuelerlos-953923

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