Kontrolle ist gut,aber Bier ist besser

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Strickers Stammtisch Martin Stricker

Endlich rührt sich einmal Leben in dieser Stadt. Die Preuner-Padutsch-Partnership, auch bekannt als: PPP, hat mit einem geschickten Sammelwerk aus Betriebsstättengenehmigungen, Sperrstundenverlängerungen, unerledigten Berufungen wütender Anrainer und Unzuständigkeitsbeteuerungen geschafft, was Johann Padutsch dereinst in seiner Funktion als oberster Bauträger der Stadt zum geplanten Bahnhofshochhaus gesagt hat:

Jetzt werden wir aus Salzburg eine richtige Stadt machen. Ist ja auch wahr, wir können schließlich nicht ewig ein verschlafenes Provinzkaff mit Festspieleinsprengseln bleiben. Daher: Bringt Leben in die Straßen! Gut, ist vielleicht etwas laut da und dort, wenn der eine oder die andere, vielleicht mit ein paar Wodka zu viel in der Birne, halt ein wenig Party macht, gut, sehen wir ein, aber sollen wir wieder die Gehsteige hochklappen? Oder Alkohol verbieten? Dann müsste der Magistrat kontrollieren, "ob die Betrunkenen das Bier eh nicht auf der Straße trinken", sagte Vizebgm. Harald Preuner, wo sie doch das Bier im Lokal kübeln sollen, die Betrunkenen.

Und wenn die Anrainer bis vier Uhr früh nicht schlafen könnten, würden sie aus der Innenstadt wegziehen, sagt Bürgerlisten-Klubobmann Helmut Hüttinger. Die Altstadt wäre dann völlig entvölkert. Und? Schlecht? Endlich Platz für Touristen, Autos und Partys.

Aufgerufen am 20.11.2018 um 02:43 auf https://www.sn.at/kolumne/strickers-stammtisch/kontrolle-ist-gut-aber-bier-ist-besser-1126042

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