Wie Super-Walter zumindest das Land rettete

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Strickers Stammtisch | Politik in Salzburg Martin Stricker

Die unglaubliche Wahrheit kam in einem Interview zutage, das - wo sonst - in den SN zu lesen war. Was niemand wusste, keiner vermutete, erzählte Salzburgs SPÖ-Chef Walter Steidl der erst staunenden, dann ehrfürchtigen Öffentlichkeit. Er, Steidl, sei es gewesen, der Christian Kern vom Führerstand der ÖBB in das Kanzleramt geführt hat. Unser Steidl! Nicht Walter, der Verwalter, sondern Super-Walter. Sträflich unterschätzt. Auch von uns, wir gestehen es reumütig ein. "Ich habe das Heft in die Hand genommen", sagte Steidl in aller Bescheidenheit. Nach dem Heft folgte Kern, und als Steidl noch die Landesorganisationen von Vorarlberg, Tirol und der Steiermark zusammengeführt hat, mit der von Salzburg nämlich, gab es kein Halten mehr, und so kam es, dass "auch ein kleines Bundesland die Geschichte der Republik mitgestalten kann" (Steidl über Steidl). Als Nächstes wird Super-Steidl die 380-kV-Leitung verkabeln und diesen Regierungslehrlingen im Chiemseehof zeigen, wie der Hase läuft, dann kommt ein Schattenkabinett, und dann geht's richtig los: Steidl wird Landeshauptmann, Bundeskanzler, beerbt Angela Merkel, wird EU-Kommissionschef, wechselt nach London, orchestriert den Brexit, reformiert Europa, zügelt Wladimir Putin, beendet die Flüchtlingskrise und zieht als Präsident ins Weiße Haus ein. Vivat!

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