Eine Idee für Wilfried II. und ein kulinarischer Liebesbrief

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Teufelsküche Peter Gnaiger

In der Vorwoche berichteten wir über die Beliebtheit von Gefängnis-Restaurants. Heute wollen tatsächlich schon unbescholtene Bürger hinter Gittern speisen. Das klang zunächst wie ein Faschingsscherz - erwies sich aber als wahr. Also starteten wir einen Aufruf. Unsere Leser sollten uns doch bitte mitteilen, was in Salzburg sonst noch Potenzial für ein Event-Restaurant habe. Eine gute Idee hatte Sieglinde Rettenbacher aus Adnet. Sie schrieb: Ich würde aus dem Chiemseehof einen Schwimmseehof machen. Das dürfte unseren Landesfürsten, Wilfried II., den Farblosen, erfreuen. Vielleicht kann man ja Walter Grüll überreden, dass er dort ein Fischrestaurant samt Kaviarzucht betreibt.

Renate Katzer aus Salzburg wiederum mahnte zur Besinnlichkeit. Sie hat uns einen süßen Liebesbrief geschickt (Auszug): Vielen Dank für deine schöne Teigkarte. ... Soeben bin ich damit beschäftigt, eine Zwiebel aus ihren Häuten zu legen, das geht nicht ohne Tränen ... Ich will dich nicht abschrecken, aber dich daran erinnern, dass du mir versprochen hast, mir gelegentlich ein paar Witwenküsse zu senden. Wenn es so weit ist, lass es mich wissen. Ich bin gerührt. Dein Küchengeheimnis.
PS: Soeben hat sich meine Terrine aus der Form gestürzt!

PETER.GNAIGER@SALZBURG.COM

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