Konfis nerven, Konfieren hilft

Autorenbild
Teufelsküche | Essen & Trinken Peter Gnaiger

190.000 Enten in den Niederlanden, 92.000 Hühner und 16.000 Puten in Niedersachsen und jetzt noch 20 Wildenten in Frankreich: So viele Tiere wurden allein in der letzten Woche getötet, damit sich die Vogelgrippe mit dem Erreger H5N8 nicht weiter ausbreitet. Bei den 20 Wildenten in Frankreich handelte es sich übrigens um Lockvögel für die Jagd. Diese sollten mit ihrem Geschnatter andere Wildvögel anlocken.

Apropos Geschnatter. Auf Konferenzen nerven sich ja seit Jahren deren Teilnehmer bei der Diskussion um Vorgangsweisen und Schutzmöglichkeiten. Die Teufelsküche bleibt da unaufgeregt. Weil: Geflügel ist ja immer gefährlich für den Menschen - aber nur, wenn es nicht gut durchgebraten ist. Der beste Schutz vor Erregern im Geflügelfleisch ist und bleibt nun einmal eine heiße Pfanne. Und dann bitte super durchbraten. Glauben Sie uns: Die Gefahr, dass Sie sich ganzjährig Salmonellen einhandeln, ist viel wahrscheinlicher als die Ansteckung mit einer aggressiven Form der Vogelgrippe.

Und weil wir schon beim Geschnatter von diversen "Konfis" waren: Eine raffinierte Methode des Haltbarmachens ist das Konfieren. Das Wort kommt aus dem französischen "confire". Es bedeutet einkochen und einlegen. Darunter versteht man das Garen von Fleisch im eigenen Fett. Diese Technik hat drei Vorteile: Das Fleisch schmeckt besser, es ist mehrere Monate haltbar und Krankheitserreger werden getötet. Konferenzen können vielleicht Leben retten. Konfieren tut das garantiert.

Aufgerufen am 18.09.2018 um 04:10 auf https://www.sn.at/kolumne/teufelskueche/konfis-nerven-konfieren-hilft-842014

Schlagzeilen