Kultur

17 positive Corona-Fälle im Wiener Staatsballett

Auch das Wiener Staatsballett bleibt von der Coronapandemie nicht verschont. Mehrere Tänzerinnen und Tänzer seien positiv auf das Virus getestet worden, wobei der erste Fall vor zwölf Tagen aufgetreten sei, bestätigte Ballettdirektor Martin Schläpfer gegenüber der APA einen Bericht der Gratiszeitung "Heute". "In Summe waren es 17 TänzerInnen, die im Zuge unserer regelmäßigen Testungen ein positives Ergebnis hatten, selbstverständlich nicht alle gleichzeitig", so Schläpfer.

 SN/APA/ROBERT JAEGER

Alle Betroffenen hätten sich in Quarantäne begeben, wobei ein Großteil kommende Woche wieder an den Proben teilnehmen könne, während derer täglich mittels Schnelltest getestet werde. Schließlich hat man bereits mit den Bühnenproben für die auf 4. Dezember geschobene Premiere von "Mahler, Live" begonnen, der ersten Arbeit von Neo-Direktor Schläpfer als Choreograf in Wien.

Dass der avisierte Premierentermin angesichts der Einschränkungen durch die Infektionen nun wie geplant umgesetzt werden könne, könne man derzeit nicht garantieren, wurde der Abend doch auf die gesamte Compagnie respektive teils auf einzelne Tänzerinnen oder Tänzer zugeschnitten. "Somit ist die aktuelle Situation tatsächlich eine ganz unglaubliche Herausforderung. Durch die unterschiedlichen Quarantänezeiten ist uns wertvolle Probenzeit verloren gegangen. Wir tun jedoch alles Menschenmögliche, um die Premiere zu sichern", gab sich Schläpfer allerdings kämpferisch.

Ballettdirektor Martin Schläpfer. SN/apa (dpa/archiv)
Ballettdirektor Martin Schläpfer.

Bayerisches Staatsballett ging in Quarantäne

Wie Ende Oktober bekannt wurde, war das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts ist nach mehreren Corona-Fällen in der Kompanie geschlossen in Quarantäne gegangen. Im Rahmen der regelmäßigen Testungen war demnach zunächst ein Tänzer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei den Tests im Anschluss hatten auch fünf weitere der rund 70 Ensemblemitglieder positive Ergebnisse. "Daraufhin hat man natürlich sofort gesagt, dass der gesamte künstlerische Betrieb, das betrifft auch Ballettmeister und Pianisten, in Quarantäne kommt", berichtete Ballettsprecherin Annette Baumann. Auch Ensembles in Paris, Moskau und Zürich kämpften in den vergangenen Wochen mit Covid-Ausbrüchen und mussten den Tanz zum Teil ins Digitale verlegen.

Quelle: APA

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