Kultur

41. Barocktage Stift Melk geben sich kontrastreich

Kontrastreich ist das Programm der 41. Internationalen Barocktage Stift Melk 2019 gestaltet, das am Montag in Wien durch den künstlerischen Leiter Michael Schade und den künstlerischen Koordinator Alexander Hauer präsentiert worden ist. Unter dem Motto "Lyra et Gladio - König.Bürger.Bettelmann" werden von 6. bis 10. Juni Musikformen verschiedener Gesellschaftsschichten einander gegenübergestellt.

Michael Schade ist künstlerischer Leiter in Melk SN/APA (Archiv)/NEUMAYR/MMV
Michael Schade ist künstlerischer Leiter in Melk

"Diese Gegensätze haben mich immer schon so fasziniert und angezogen, dass ich unbedingt auch einmal ein ganzes Festival diesem Thema widmen wollte", erklärte Schade. Eröffnet wird mit höfischer Musik: bei "Arpa Davidica - König Davids Harfe" erklingen selten gespielte Arien und Kantaten mit L'Arpeggiata unter der Leitung der österreichischen Lautenistin und Harfenistin Christina Pluhar. "Very british" wird es hingegen im Schloss Pielach mit dem Ensemble "La petite écurie".

Am Pfingstsonntag widmet sich der Concentus Musicus mit Stefan Gottfried u.a. Werken komponierender Herrscher, als Sopransolistin wird Momoko Nakajima angekündigt. Um Freiheit, Toleranz und Brüderlichkeit geht es bei der Matinee "Freimaurerey" (mit den Barocksolisten München und August Zirner, Rezitation). Mit "Gipsy Baroque" im Rahmen des Konzertformats "OffRoad Barock" schlägt das Festival eine Brücke sowohl in die Gegenwart als auch zur Geschichte der Roma-Musik.

Musik von Dietrich Buxtehude bringt das Mailänder Ensemble La Risonanza nach Melk. Bibers "Rosenkranz-Sonaten" mit Hiro Kurosaki, die Company of Music und das Ensemble Sarband unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger sowie Händels "Messiah" als Abschlusskonzert (mit Daniel Harding am Pult) in der Stiftskirche bilden weitere Festival-Höhepunkte. Die Barocktage für Kinder bieten diesmal "König Wickerl tanzt ein Stückerl", ein Mitmachkonzert von Andreas Helm.

"Ich fühle mich wie ein König, weil wir so einen tollen Erfolg hatten", freut sich Schade über eine Auslastung von 97,5 Prozent und knapp 4.300 Besucher im Jahr 2018. Der allgemeine Kartenverkauf für die kommenden Barocktage startet am 3. Dezember.

Quelle: APA

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