Kultur

Altar von Kardinal Meisner für 400.000 Euro versteigert

Ein kleiner gotischer Altar aus dem Nachlass des Kölner Kardinals Joachim Meisner ist am Mittwoch in Köln für 400.000 Euro versteigert worden. Zu diesem sogenannten Hammerpreis komme noch ein Aufgeld von 114.000 Euro, so dass sich ein Gesamtpreis von mehr als einer halben Mio. Euro ergibt. Der Erlös fließt an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Osteuropa fördert.

Nachlass Kardinal Meisners wurde versteigert SN/APA (dpa)/Rolf Vennenbernd
Nachlass Kardinal Meisners wurde versteigert

Meisner war vergangenes Jahr im Alter von 83 Jahren gestorben. Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz sagte, den aus der Toskana stammenden Altar habe Meisner Ende der 80er Jahre von einer Kunstsammlerin geschenkt bekommen. Der tatsächliche Wert dürfte ihm nicht bewusst gewesen sein, da das Stück nur für einen Bruchteil des Schätzpreises von 120.000 bis 160.000 Euro versichert gewesen sei.

Insgesamt erzielten die bis Mittwochmittag versteigerten Stücke aus dem Meisner-Nachlass knapp 600.000 Euro. Zu dem Nachlass gehören Gemälde, Ikonen, Skulpturen, Möbel und Porzellan. Der überwiegende Teil soll erst Ende September bei einer Benefiz-Auktion versteigert werden. Meisner interessierte sich für Kunst, auch für moderne.

Quelle: Apa/Dpa

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