Kultur

Berner Klee-Zentrum geht in Schau Phänomen der Ekstase nach

Überwältigendes Glück, zügellose Euphorie, rauschender Jubel oder spirituelle Überwältigung: Die Lust auf das Hochgefühl ist ein menschliches Bedürfnis. Das Berner Zentrum Paul Klee wagt sich diesen Frühling mit der Ausstellung "Ekstase" auf den schmalen Grat zwischen Hochgefühl und Fall. Die Ausstellung dauert vom 4. April bis zum 4. August dieses Jahres.

Mit Kunstwerken aus vier Jahrhunderten zeigt die Themenausstellung Intensität und Zwiespältigkeit ekstatischer Erfahrungen. In der Ekstase liegen Freude und Schmerz, spirituelle Grenzerfahrungen, körperliche Selbstzerstörung, Befreiung und Abhängigkeit, ja sogar Leben und Tod nahe beieinander. Diese Ambivalenz ist ein Schlüsselmotiv der Ausstellung, wie das Zentrum Paul Klee in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

"Ekstasen sind Phänomene, die eigentlich kaum in Bilder oder Worte zu fassen sind - und gerade deshalb besondere Faszination ausüben", wird Kurator Martin Waldmeier in der Mitteilung zitiert. Die Ausstellung zeigt aber nicht nur künstlerische Darstellungen von Ekstasen und Rauscherlebnissen, sondern wirft auch aktuelle Fragen auf: Welche Bedeutung messen wir ekstatischen Erlebnissen zu, was ist erlaubt, wann wird die Ekstase zu einer möglichen Gefahr für Gesellschaft und Individuum?

Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart umfasst Werke aus den Bereichen Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Video und Performance. Vertreten sind Werke von Künstlern wie Auguste Rodin, Meret Oppenheim, Andy Warhol, Marina Abramovic, Otto Dix, Ferdinand Hodler oder Lorenzo Bernini.

Quelle: Apa/Ag.

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