Kultur

Dagmar Chobot Skulpturenpreis an Grazer Constantin Luser

Der gebürtige Grazer Constantin Luser erhält den Dagmar Chobot Skulpturenpreis 2020. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde zum fünften Mal vergeben, gaben die Organisatoren am Donnerstag bekannt. Der Preis würdige die vielfältigen Präsentationen des Künstlers, die von raumgreifenden Wand- und Spiegelzeichnungen über dreidimensionale "Drahtzeichnung" bis hin zu bespielbaren Musikskulpturen reichen und der Übersetzung der Linie in den Raum nachgehen.

In den Vorjahren hatten den Preis unter anderem Sofie Thorsen, Roman Pfeffer und Anne Schneider erhalten. Neben Luser waren 2020 Julia Haugenender, Liesl Raff, Werner Reiterer, Toni Schmale und Anne Speier für den Preis vorgeschlagen. Der Dagmar Chobot Skulpturenpreis wurde 2016 von der Wiener Galeristin und der Stiftungspartnerin Bildrecht, der Urheberrechtgesellschaft für Bildende Kunst, ins Leben gerufen. Die Auszeichnung geht jährlich an einen zeitgenössischen Bildhauer, der in Österreich lebt und arbeitet.

"Mit Luser spricht ein Künstler aus seiner eigenen Zeit, oder besser gesagt: hier entspricht ein Künstler mit Eigenheit seiner Zeit", meinte Preisstifterin Chobot. "Die Leichtigkeit des Seins ins Feld der Skulptur übersetzt - so wäre Constantin Lusers Oeuvre auch beschreibbar. Seine filigranen Raumgewebe und von Poesie und Witz getragenen Skulpturen haben die Jury überzeugt. Luser hält die Waage zwischen gekonnter Formsetzung und intelligenter Erzählung und führt mit experimentellem Forschergeist und subtiler Radikalität den Betrachter zu überraschenden Seherlebnissen", sagte Günter Schönberger, Geschäftsführer der Stiftungspartnerin Bildrecht.

Constantin Luser wurde 1976 in Graz geboren. Nach dem Akademischen Gymnasium Graz studierte er "Industrial Design" an der Fachhochschule in Graz, weiter an der Akademie der Bildenden Künste in Wien Konzeptuelle Kunst bei Renee Green und Marina Grzinic und an der Universität für Angewandte Kunst in Wien Visuelle Medien bei Brigitte Kowanz. Er gilt als "Pendler zwischen Mikro- und Makrostrukturen und mit Humor operierender Fallensteller, erschafft unter dem Deckmantel konstruierter Funktionalität assoziationsreiche Kunst: Chiffren für (organische) Vorgänge jenseits der Realität. Linien, Wörter, Symbole, abstrakte und figurative Elemente verdichten sich in seinen Arbeiten zu mitunter bizarren Bildwelten zwischen Wirklichkeit und Imagination", hieß es.

Luser wohnt und arbeitet in Wien. Aktuell sind Werke von ihm noch bis 28. Oktober in einer umfassenden Einzelausstellung im Bildraum Bodensee in Bregenz zu sehen.

Quelle: APA

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