Kultur

Denkbilder: Die Nationen bauen auf Geschichte

Österreich als Großmacht vor dem Ersten Weltkrieg stellte einmal etwas dar in der Welt. Davon ist nichts geblieben als der Mythos, der Vergangenheit in ein Licht stellt, das Glanz und Glorie so richtig aufflackern lässt. Die Literatur ist angezogen von verblasster Größe, geht ihr aber nicht blind auf den Leim. Misstrauen gehört dazu.

 SN/Daniel Reinhardt / dpa / picture

Wer Geschichtsschreibung betreibt, befindet sich in einer machtvollen Position. Er definiert, was der Überlieferung wert ist und was übersehen werden darf, er beurteilt, wie historische Vorgänge einzuschätzen sind, er deutet Geschichte. Damit wird jedes Nachdenken über Geschichte zu einem ideologischen Kraftakt. Neutralität und Objektivität, wie sie von Historikern abverlangt werden, sind Chimären gut meinender Beobachter, die der Wissenschaft zutrauen, über den Dingen zu stehen. Dabei stellt sie sich in den Dienst einer Sache in offiziellem Auftrag oder aus widersätzlicher Gesinnung. ...

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